Ostermorgen: Freundeskreis‑Gedanken
Es ist noch dunkel, der Mond leuchtet vor dem Pilatus und nur das Licht und das knisterne Geräusch vom Feuer zeugt in diesem Moment von der bevorstehenden Ostermorgen Feier. Eine sehr eindrückliche Feier gestaltet von Br. George und Br. Paul und weiteren Mitwirkenden erfüllt die frühen Morgenstunden. Vom Feuer geht der Weg durch den Klostergarten zum Brunnen und durch die Pergola über zum Klosterfriedhof. Mit der Osterkerze und den vielen weiteren Kerzen, die wir miteinander entzündet haben, ziehen wir dann alle in die Kirche zur feierlichen Messefeier ein.
Doch gerade an diesem Morgen wurde einmal mehr sichtbar, was den Freundeskreis des Kapuzinerklosters Wesemlin ausmacht: die Verbundenheit mit dem Kloster, die Wertschätzung für die Brüder und das gemeinsame Engagement für diese besondere Oase mitten in Luzern.
Der Vorstand des Freundeskreises war anwesend, um die Besucherinnen und Besucher persönlich zu begrüssen. Es war uns ein Anliegen, Präsenz zu zeigen, Dankbarkeit auszudrücken und den Menschen, die das Kloster so treu begleiten, einen kleinen Ostergruss zu überreichen. Die schlichte Geste – ein „Schoggihäsli“ mit einem frohen Osterwunsch – wurde von vielen mit Freude und Herzlichkeit entgegengenommen. Solche Begegnungen zeigen uns immer wieder, wie sehr der Freundeskreis als Brücke zwischen Kloster und der Bevölkerung wirkt.
Der Freundeskreis ist eine Gemeinschaft von Menschen, die das Kapuzinerkloster Wesemlin in vielfältiger Weise ideell und materiell unterstützt. Viele von uns schätzen die Stille der Kirche, die täglich offen steht, oder den grosszügigen Klostergarten, der allen zugänglich ist. Andere fühlen sich seit Jahren mit einzelnen Brüdern verbunden oder möchten das spirituelle, soziale und kulturelle Wirken des Klosters erhalten und fördern. Und selbstverständlich gibt es auch jene, die einfach so – aus Sympathie, Dankbarkeit oder innerer Nähe – Teil dieses Kreises sind.
Durch die Unterstützung des Freundeskreises kann das Kloster sein Engagement weiterführen: von der Suppenstube über spirituelle Angebote bis hin zur Pflege der „Oase-W“, wie wir den Ort gerne nennen. Mindestens zweimal pro Jahr laden wir unsere Mitglieder zu Begegnungen mit spirituellem oder kulturellem Inhalt ein; zudem informieren wir regelmässig über das Leben im Kloster und verschicken den Klosterbrief.
Am Ostermorgen zeigte sich erneut, wie wertvoll diese Verbundenheit ist – zwischen den Brüdern, den Menschen aus dem Quartier und den Mitgliedern des Freundeskreises. Es ist diese Gemeinschaft, die das Kloster trägt, stärkt und lebendig hält. Und so bleibt am Ende dieses eindrücklichen Morgens ein herzliches Dankeschön an alle, die in irgendeiner Form zum Gelingen beitragen – nicht nur an diesem besonderen Tag, sondern das ganze Jahr hindurch.
- Peter Stadelmann
(Co-Präsident Freundeskreis Kapuzinerkloster Wesemlin)