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Im Herzen bleiben sie lebendig

Am 1. November versammelte sich die Kapuzinergemeinschaft im Kloster Wesemlin zu einem bewegenden Totengedenken. In stiller Andacht gedachten die Brüder ihrer verstorbenen Mitbrüder des vergangenen Jahres.

Besonders berührend war dieses Jahr der Heimgang zweier leiblicher Brüder: Raymund und Werner Gallati aus Näfels GL, die beide ihr Leben dem Kapuzinerorden gewidmet hatten. Raymund verstarb am 14. Oktober im Alter von 87 Jahren, und sein Bruder Werner folgte ihm nur eine Woche später, am 21. Oktober, im Alter von 80 Jahren. So vereint in ihrer Berufung gingen sie nun gemeinsam in die Ewigkeit. 

Neben den Brüdern Gallati gedachten wir auch Peter Keller, der am 1. Januar in Wil heimging, Florian Brantschen, der am 7. Februar in Tansania verstarb, Thomas Bättig, dessen Leben am 20. Februar endete, und Franz Sales Grod, der am 16. April in Schwyz verstarb. Jeder von ihnen hatte sich entschieden, alles hinter sich zu lassen, um dem franziskanischen Ideal zu folgen. 

Das Totengedenken am 1. November erinnert uns: Unsere Verstorbenen bleiben Teil einer großen Gemeinschaft, die die Grenzen von Zeit und Raum überwindet. Ihre Gräber sind Orte tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit. 

Gerade der November lädt ein, die Gräber der Kapuzinerbrüder zu besuchen. Menschen kommen in Dankbarkeit, um derer zu gedenken, die ihr Leben in den Dienst Gottes und der Menschen stellten. Es zeigt sich: In der Gemeinschaft des Glaubens ist niemand allein. 

Unsere verstorbenen Brüder haben Spuren hinterlassen – in Menschen, denen sie begegnet sind, in ihren Werken und in den Herzen ihrer Mitbrüder. Was sie lebendig gemacht hat, bleibt in kostbaren Erinnerungen und Fotografien bewahrt. Im Gedenken jedoch werden die gemeinsamen Momente wieder lebendig, und die Dankbarkeit für das geteilte Leben wächst.

bruder george