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Von bunter Fasnacht zur stillen Fastenzeit

Eine Woche lang hat uns die Fasnacht mit Farben, Tanz, Musik, Essen und Trinken in ihren Bann gezogen – ein fröhliches Fest, das die Strassen und Herzen erfüllt hat. Doch langsam ebbt der Trubel ab, die lauten Stimmen verklingen, und eine sanfte Stille zieht ein. Dieser abrupte Wechsel vom bunten Treiben zur meditativen Ruhe markiert den Beginn der Fastenzeit – eine Zeit der Besinnung, des inneren Wachstums und der spirituellen Reflexion. Am Aschermittwoch beginnt eine neue Etappe: die Fastenzeit.

Zwischen Aschermittwoch und Palmsonntag, vom 5. März bis zum 12. April, öffnen wir von Montag bis Samstag unsere Türen, um einen Moment der Stille miteinander zu teilen. In diesem Jahr lassen wir uns dabei von einer besonderen Inspirationsquelle begleiten: Guru-Anekdoten – ein Rezept für spirituelles Wachstum, gewürzt mit Stille und geteilter Zeit.

Kurze Anekdoten, die Weisheit in einfachen Worten verpacken – wie Honig, der die bittere Medizin des Lebens schmackhaft macht. Ein Schüler fragte einst seinen Guru:

„Meister, warum erzählst du uns die Wahrheit immer in Geschichten, anstatt sie direkt zu sagen?“

Der Guru lächelte und erwiderte:

„Stell dir vor, ich reiche dir eine bittere Medizin – würdest du sie trinken?“

Der Schüler verneinte:

„Nein, sie würde mir nicht schmecken.“

Der Guru fuhr fort:

„Und wenn ich sie in süssen Honig mische?“

Der Schüler nickte:

„Ja, das wäre einfacher.“

Darauf schloss der Guru:

„Wie ein Löffel Honig die Einnahme einer bitteren Arznei erleichtert, so helfen Geschichten, die manchmal herausfordernden Lebenswahrheiten zugänglicher und verdaulicher zu machen.“

Unser Programm: Einfach, aber tief - Fastenmeditation

Kommen Sie vorbei, tauchen Sie ein in diese besondere Zeit zwischen Lärm und Stille, zwischen Ausgelassenheit und Besinnung.

- bruder george