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Küchenteam bereit

Am 3. Oktober abends Transitusfeier, am 4. Oktober Festgottesdienst mit Risotto-Plausch. So wird das Franziskusfest im Wesemlin gefeiert. Der Festprediger Markus Ries machte sich für gemeinschaftliches Abschiednehmen stark.

Am Vorabend des 4. Oktobers steht der Transitus des Franz von Assisi im Zentrum des jährlich stattfindenen Franziskusfestes. Dieses Jahr ging es um Baustellen im persönlichen Leben wie auch im Leben des Poverellos aus Umbrien. Nach einem ausgekosteten Leben trotz vielen Baustellen in seiner Biografie sowie Neu-Orientierungen nahm Franz von Assisi bei seinem Sterben vor 800 Jahren Abschied von der Welt, um in die Gegenwart Gottes zu kommen - dies eine Möglichkeit um den Begriff Transitus zu deuten. Der Liedermacher Hannes Marti sowie hoffnungsvolle Gedanken von Markus Honegger sorgten für eine wunderbare Vorabendfeier.

Markus Ries, ehemaliger Professor an der UNI Luzern, war für die Predigt im Festgottesdienst zuständig. Er bedachte anlässlich des 800-jährigen Gedenkens an den heiligen Franziskus die heutige gesellschaftliche und religiöse Wahrnehmung Franziskus’ im Kontrast zur Welt des 13. Jahrhunderts. Engagiert kritisiert der Prediger eine zivilreligiöse, dekorative Verehrung ohne Glaubensverankerung und ruft zu ernsthafter Nachfolge auf, die sich an Franziskus und seinem Verständnis des Todes als Übergang orientiert. Markus Ries stellt die Option für die Armen als theologische und sozial-praktische Leitlinie vor, betont die Priorität für die Schwächsten in politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen, grenzt sich aber von Gleichheitsmaximen ab. Traurig stimmen ihn Abschiedsfeiern im Kleinen Kreis unter Ausschluss von Freunden und Bekannten. Auch Beerdigungen sind soziale Akte, die entsprechend gemeinsam gefeiert werden sollen.

Gemeinsam wurde liturgisch gefeiert und danach auch miteinander das Risotto von Klosterkoch Moorthy Tharmalingam genossen. Viele freiwillig Engagierte halfen, dem Franziskusfest den nötigen Schwung zu geben. Da das ehrwürdige Refektorium des Klosters zu klein war, wurde auch im Freien serviert. 

Br. Adrian Müller