Klostermahl in Sursee
Am 2. Februar hiess der Kirchenrat Sursee seine Gäste zum traditionellen Klostermahl willkommen. In Weiterführung des früheren Beamtenessens der Kapuziner lädt der Kirchenrat einmal jährlich zu diesem besonderen Anlass ein, der Begegnung, Dank und Austausch in den Mittelpunkt stellt.
Den Auftakt bildete ein gemeinsames Mittagsgebet, das vom Pastoralraumleiter Simone Parise zusammen mit der Musikerin Daniela Achermann gestaltet wurde. Danach versammelten sich die Teilnehmenden im Refektorium, zum gemeinsamen Essen. Dort begrüsste Regina Käppeli, Vizepräsidentin des Kirchenrates Sursee, die Anwesenden nochmals herzlich und erinnerte an die Ursprünge der Tradition. Sie berichtete, dass die Kapuziner zu ihrem damaligen Beamtenessen Wohltäter, den Heinivater, die Priester sowie den Stadtrat einluden. «Zu essen gab es damals selbst gezüchtete Schenken», erzählte sie. Nach dem Wegzug der Kapuziner wurde das Kloster von der Kirchgemeinde gekauft und umgebaut. Die Tradition des gemeinsamen Essens blieb bestehen – heute unter dem Namen Klostermahl.
Auch der Kreis der Gäste hat sich im Laufe der Zeit verändert, erklärt Regina Käppeli. Neben Stadträten, Vertretern der Kooperation und Kapuziner sowie dem Heinivater und der Heinimame werden heute auch die Kirchenratspräsidentinnen und -präsidenten des Pastoralraums, die gewählten Mitglieder der Synode sowie Koordinations- und Bezugspersonen der Pfarreien eingeladen. Regina Käppeli betonte, wie wertvoll es sei, dass Menschen zusammenkommen, die in ihrer Arbeit regelmässig miteinander in Kontakt stehen, und den persönlichen Austausch pflegen können.
Im weiteren Verlauf richtete auch Pastoralraumleiter Simone Parise das Wort an die Anwesenden. Er sprach über die aktuellen Herausforderungen im Pastoralraum und hob hervor, dass es darum gehe, Kirche zukunftsfähig zu gestalten. Dazu gehöre auch der Umgang mit dem zunehmenden Personalmangel. Verschiedene Massnahmen werden derzeit umgesetzt, darunter die Co-Leitung sowie die neue Funktion der Pfarreikoordinatorinnen. Diese übernehmen Vernetzungsaufgaben, die bisher von den Pfarreileitungen wahrgenommen wurden, und sind künftig das Gesicht der Pfarrei vor Ort. So bleibe die Kirche weiterhin gut in den einzelnen Gemeinden verankert.
Tanja Metz, Pfarreiblatt für den Pastoralraum Sursee